Chén tàijíquán

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Artikel aus: Lexikon der Kampfkünste, Karate Kumite<br.>Nachbearbeitet von: Stephanie Kaiser

Chén tàijíquán (chin.: 陈太极拳 / 陳太極拳) ist die älteste und wichtigste Variante des tàijíquán (太極拳), das auf Chén Wáng Tíng, ein Schüler von Jiang Fā, über die Linie Wáng Zōng Yuè (Experte des außershǎolínischen chángquán) zurückgeführt wird.

Zunächst gründete ein früherer Meister dieser Linie (Chén Pū)) in der chinesischen Provinz Hénán die Siedlung Chénjiāgōu, die noch heute als Heimat der Chén-Familie gilt. Dort entwickelte Chén Wáng Tíng eine kampfbezogene Interpretation des chángquán, mit inhaltlichen Tendenzen zum tàijíquán, aus dem sich die späteren Chén-Stile ableiten. In Folge entstand der „alte Rahmen“ (老架 lǎojià) von Chén Zhǎng Xìng, der „neue Rahmen“ (新架 xīnjià) von Chén Yǒu Běn und der „kleine Rahmen“ (小架 xiǎojià) von Chén Qīng Píng. Die Chén-Stile sind die Grundlage zur Entwicklung aller folgenden Systeme des tàijíquán.

Chén tàijíquán ist neben sūn tàijíquán, wú tàijíquán, wǔ tàijíquán und yáng tàijíquán einer der fünf Stile im tàijíquán, das, neben xíngyìquán (形意拳) und bāguàquán (八卦拳), zu den drei grundlegenden Systemen der daoistisch geprägten inneren Schulen (nèijiā - 内家) des quánfǎ zählt. Sūn tàijíquán

Studien Informationen

Siehe auch: Sūn tàijíquán | Wú tàijíquán | Wǔ tàijíquán | Yáng tàijíquán |

Literatur

  • Werner Lind: Lexikon der Kampfkünste. BSK-Studien 2010.
  • Werner Lind: Karate Kumite. BSK 2014.