Hito kome, hito ase: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 9. September 2013, 14:28 Uhr

Artikel aus: Lexikon der Kampfkünste<br.>Nachbearbeitet von:


Hito kome, hito ase (jap.: 一米一汗 ) bedeutet „ein Korn Reis - ein Tropfen Schweiß“ und ist ein Leitsatz der japanischen Kampfkünste (kaisetsu).

Streben im budō

Die Haltung eines Anfängers in den Kampfkünsten ist vom herkömmlichen Gesellschaftsstreben geprägt, und es wird lange dauern, bis er zu dem ihm vollkommen fremden Erfahrungsweg des Budō Vertrauen gewinnt. Für ihn und manchmal auch für den Fortgeschrittenen besteht die Rolle des Meisters (siehe sensei) darin, über Inhalte zu informieren und in der Technik zu unterweisen. Dass es darüber hinaus den Weg (Dō (Weg)) gibt, ist nur schwer zu verstehen. So richtet sich jedes Streben auf die Technik. Lenkt nun der Lehrer die Aufmerksamkeit des Schülers (deshi) auf ideelle Ziele, sieht sich der Schüler oft zum Widerstand aufgerufen und verteidigt die Unfehlbarkeit seiner Ansichten.<br.> Streben im budō beinhaltet das Bemühen, durch Nachdenken in die eigene innere Problematik einzusehen, da diese der rechten Haltung (shisei) oft im Wege steht. Dies ist kein Diskussionsgegenstand über richtig und falsch (mondo), sondern ein Übungsinhalt. Ebenso wie in der Perfektion der Technik (renma) gibt es auch in der Vervollkommnung des Selbst einen Fortschrittsweg. Diesen anzunehmen, bedeutet Streben im budō.

Innere Haltung und äußere Wirkung

Unter Streben versteht der Meister nicht jenen Kampf um Erfolg, den viele ohne Beachtung der rechten Haltung (shisei) führen, sondern gerade die Verwirklichung der rechten Haltung, auf der sich die unmittelbare Handlung (ikken hissatsu) begründet. Deshalb steht für ihn die rechte Haltung vor der Wirkung, denn er weiß, dass falsches Wirken die Grundbedingungen des Lebens verletzt. Die Übung des budō ist ein Weg, dies sichtbar zu machen, und keine Methode, von der Haltung getrennte Fertigkeiten (shōsa) zu üben. Sie lehrt, einen Krieg zu vermeiden und nicht die Wirkung im Krieg zu erhöhen. Dieser grundlegende Unterschied ist es, den die Schüler lange Zeit nicht erkennen können.<br.>Das rechte Streben entsteht aus der Fähigkeit zum Ideal, aus der Bereitschaft zum Opfer, und nicht aus jener Motivation, die nur den Erfolg sucht. Zu dieser ist jeder fähig, zum Opfer nur sehr wenige. Der Meister (sensei) lehrt keine Wirkung ohne Haltung, denn er weiß, dass ein Krieg nicht dadurch gerecht wird, indem man ihn gewinnt. Wenn ein Schüler nur diesen Erfolg will, wird er den Weg des budō nicht verstehen.

Studien Informationen

Siehe auch: Kaisetsu | BudōSensei | Dō (Weg) | Ikken hissatsu

Literatur

  • Werner Lind: Lexikon der Kampfkünste. BSK-Studien 2010.

Weblinks