Indische Kampfsysteme

Aus Budopedia
Version vom 6. Dezember 2009, 08:24 Uhr von Werner Lind (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Artikel von:<br.>Nachbearbeitet von:

Das älteste Kampftsystem aus Indien war das vajramushti, eine grausame Form des Kämpfens, bei der handkrallenähnliche Schlagringe verwendet wurden. Es gibt Berichte über gladiatorenähnliche Kampfspiele der indischen Frühzeit, wo die Kämpfer mit eisernen Klauen ausgestattet waren, die man vajra nannte. Alles deutet darauf hin, daß dies die erste indische Kampfkunst überhaupt war, die von den kshatriya ausgeübt wurde. Durch die Zeiten wurden auch Legenden und Sagen über das binot überliefert, einer frühen indischen Kampfmethode mit bloßen Händen, deren Meister selbst gegen einen bengalischen Tiger bestehen konnten.<br.>All diese indischen Schulen sind heute nicht mehr existent. Nach der Niederschlagung des "Großen Volksaufstandes" in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die wenigen noch existenten Kampfschulen verboten und ihre Meister strengen Verfolgungen ausgesetzt. Doch in den entlegenen Teilen des Landes erhielt und entwickelte sich die alte Lehre der kshatriya weiter und trat im 20. Jahrhundert mit einem Folgekonzept der alten Traditionen in die Öffentlichkeit: dem kalaripayat. Dieses moderne indische Kampfsystem vermutet seine Wurzeln in einer alten Kampfkunst aus dem südindischen Kerala, das zum Reich der Kalinga gehört hatte.

Nationalsport in Indien ist seit Jahrhunderten das Ringen. Es wurde wechselweise als Malla-Krida, Malla-Yuddha und Niyuddha-Krida bezeichnet. Die erste detaillierte Erwähnung taucht in einer indischen Schrift (1124-1138) auf. Laut dieser wird das Ringen in vier Typen aufgeteilt: Dharanipata (den Gegner zu Boden werfen), Asura (Faustkampf), Nara (Faustkampf und Würfe) und Yudda (Kampf auf Leben und Tod.

Eine weitere Kampfkunst, die in Indien heute ausgeübt wird, nennt sich ®Bandesh. In ihr wird die Verteidigung gegen bewaffnete Gegner geübt. Ähnlich dieser Kampfkunst ist das alte Binot, das heute aber selten ist.

Eine weitere alte Kampfkunst, hauptsächlich aus Benares nennt sich Muki-Boxen oder ®Mushti-Yuddha, eine dem westlichen Boxen ähnliche Methode. Dies ist eine gefährliche Form des Kämpfens mit vielen ernsthaften Verletzungen. Der Kampf beschränkt sich auf die Techniken der Fäuste. Diese werden jedoch sehr hart und effektiv durch Abhärtungsmethoden geschult. Nach Vajramushi ist Mushti-yuddha die härteste Boxform.


Studien Informationen

Siehe auch:

Literatur

Weblinks

120px-Qsicon Ueberarbeiten.svg.png Der Inhalt dieser Seite ist nicht vollständig und muss überarbeitet werden.