Kaiserreich China: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Kaiserreich China''' wurde 221 v. Chr. von Kaiser [[Qin Shihuangdi|Qín Shǐhuáng]] begründet. Es bestand damals aus mehreren zuvor eroberten kleinen Königreichen der [[Zeit der Streitenden Reiche]] und bestand 2.133 Jahre bis zur Ausrufung der [[Republik China|chinesischen Republik]] durch [[Sun Yatsen]] am 1. Januar 1912 und die darauf erfolgte Abdankung des letzten Kaisers [[Pu Yi|Pǔ Yí]]. [[Yuan Shikai|Yuán Shìkǎi]], der erste Präsident der [[Republik China]], machte sich 1915 selbst zum Kaiser von China. Dieses sehr kurzlebige und 1916 wieder abgeschaffte Kaiserreich ist aber geschichtlich von geringer Bedeutung.
  
Auf die wechselvolle Geschichte und Vorgeschichte des Kaiserreichs und seiner [[Dynastie]]n geht der Artikel [[Geschichte Chinas]] ein; die [[Zeittafel China]] gibt einen schematischen Überblick. Dabei ist zu beachten, dass die mythischen Herrscher der Frühzeit in der (in die Geschichtsschreibung mit eingegangene) Mythologie vor allem in westlichen Darstellungen zuweilen als „[[Urkaiser]]“ (chin. z.T. als ''huang'', z.T. als ''di'', [http://zh.wikipedia.org/wiki/%E4%B8%89%E7%9A%87%E4%BA%94%E5%B8%9D 三皇五帝]) bezeichnet werden, nicht jedoch als Kaiser im engeren historischen Sinn (''huangdi'') gelten können. Die Herrscher der vor-kaiserlichen Zhōu-Dynastie galten als [[Zhou-Dynastie#K.C3.B6nige der Zhou-Zeit|Könige]] (''wang'').
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Auf die wechselvolle Geschichte und Vorgeschichte des Kaiserreichs und seiner [[Dynastie]]n geht der Artikel [[Geschichte Chinas]] ein; die [[Zeittafel China]] gibt einen schematischen Überblick. Dabei ist zu beachten, dass die mythischen Herrscher der Frühzeit in der (in die Geschichtsschreibung mit eingegangene) Mythologie vor allem in westlichen Darstellungen zuweilen als „[[Urkaiser]]“ (chin. z.T. als ''huang'', z.T. als ''di'', [http://zh.wikipedia.org/wiki/%E4%B8%89%E7%9A%87%E4%BA%94%E5%B8%9D 三皇五帝]) bezeichnet werden, nicht jedoch als Kaiser im engeren historischen Sinn (''huangdi'') gelten können. Die Herrscher der vor-kaiserlichen Zhōu-Dynastie galten als [[Zhou-Dynastie#K.C3.B6nige der Zhou-Zeit|Könige]] (''wáng'').
  
 
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* 1921 bemühten sich die in die Mongolei und die Mandschurei geflohenen weißrussischen Generäle [[Grigori Michailowitsch Semjonow]] und [[Robert von Ungern-Sternberg]] um die Wiedererrichtung sowohl der russischen als auch der chinesischen Monarchie
 
* 1921 bemühten sich die in die Mongolei und die Mandschurei geflohenen weißrussischen Generäle [[Grigori Michailowitsch Semjonow]] und [[Robert von Ungern-Sternberg]] um die Wiedererrichtung sowohl der russischen als auch der chinesischen Monarchie
 
* 1928 soll der Warlord [[Zhang Zuolin]] seine eigene Krönung vorbereitet haben (so Pu Yi in seiner Autobiographie), fiel aber einem japanischen Attentat zum Opfer
 
* 1928 soll der Warlord [[Zhang Zuolin]] seine eigene Krönung vorbereitet haben (so Pu Yi in seiner Autobiographie), fiel aber einem japanischen Attentat zum Opfer
* 1934–1945 war Pu Yi nominell Kaiser (von „Japans Gnaden“) des von Japan besetzten und abhängigen [[Mandschukuo]]
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* 1934–1945 war Pǔ Yí nominell Kaiser (von „Japans Gnaden“) des von Japan besetzten und abhängigen [[Mandschukuo]]
  
 
== Studien Informationen ==
 
== Studien Informationen ==

Aktuelle Version vom 26. Februar 2017, 11:30 Uhr

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Artikel aus: Lexikon der Kampfkünste
Nachbearbeitet von:

Das Kaiserreich China wurde 221 v. Chr. von Kaiser Qín Shǐhuáng begründet. Es bestand damals aus mehreren zuvor eroberten kleinen Königreichen der Zeit der Streitenden Reiche und bestand 2.133 Jahre bis zur Ausrufung der chinesischen Republik durch Sun Yatsen am 1. Januar 1912 und die darauf erfolgte Abdankung des letzten Kaisers Pǔ Yí. Yuán Shìkǎi, der erste Präsident der Republik China, machte sich 1915 selbst zum Kaiser von China. Dieses sehr kurzlebige und 1916 wieder abgeschaffte Kaiserreich ist aber geschichtlich von geringer Bedeutung.

Auf die wechselvolle Geschichte und Vorgeschichte des Kaiserreichs und seiner Dynastien geht der Artikel Geschichte Chinas ein; die Zeittafel China gibt einen schematischen Überblick. Dabei ist zu beachten, dass die mythischen Herrscher der Frühzeit in der (in die Geschichtsschreibung mit eingegangene) Mythologie vor allem in westlichen Darstellungen zuweilen als „Urkaiser“ (chin. z.T. als huang, z.T. als di, 三皇五帝) bezeichnet werden, nicht jedoch als Kaiser im engeren historischen Sinn (huangdi) gelten können. Die Herrscher der vor-kaiserlichen Zhōu-Dynastie galten als Könige (wáng).

Traditionelle Chronologie der Herrscherdynastien

Im Laufe der Geschichte des chinesischen Kaiserreiches gab es verschiedene Dynastien, die die jeweiligen Kaiser stellten (zu deren Benennung siehe Kaisernamen (China)). Die wichtigsten sind:

Name der Dynastie

Zeitspanne

Herrscher

Chinesisch Pīnyīn Deutsch
三皇五帝 sānhuáng wǔdì Die drei Erhabenen und die fünf Kaiser (Sagenhafte Urkaiser) − 2184 v. Chr. ? Liste
夏朝 xìa cháo Xìa-Dynastie ca. 2200 − 1800 v. Chr. Herrscherliste
商朝 shāng cháo Shāng-Dynastie ca. 16. − 11. Jahrhundert v. Chr. Herrscherliste
周朝 zhōu cháo Zhōu-Dynastie Westliche Zhōu-Dynastie: 1122/1045 − 770 v. Chr Herrscherliste
Östliche Zhōu-Dynastie: 770 − 256 v. Chr. Herrscherliste
戰國時代 zhànguó shídài Streitende Reiche 475 v. Chr. − 221 v. Chr.
秦朝 qín cháo Qín-Dynastie 246−207 v. Chr. Kaiserliste
漢朝 hàn cháo Hàn-Dynastie Erste Herrschaft: 206 v. Chr. − 9 n. Chr. Kaiserliste
Zweite Herrschaft: 23 n. Chr. − 220 n. Chr.
新朝 xīn cháo Xīn-Dynastie 9−23 (Interregnum) Kaiserliste
三國 sān guó Zeit der Drei Reiche 220−280 Kaiser von Wèi, Shǔ und
晉朝 jìn cháo Jìn-Dynastie 265−420 Kaiserliste
十六國 shí liù guó Sechzehn Reiche 304−439 Kaiserliste<ref>Siehe einzelne Listen in den Artikeln zu den sechzehn Dynastien:
南北朝 nán běi cháo Südliche und Nördliche Dynastien 420−581 Kaiserliste<ref>Siehe einzelne Listen in den Artikeln zu den südlichen …

… und nördlichen Dynastien:

隋朝 suí cháo Suí-Dynastie 581−618 Kaiserliste
唐朝 táng cháo Táng-Dynastie 618−907 Kaiserliste
五代十國 wŭ dài shí guó Fünf Dynastien und Zehn Königreiche 907−979 Herrscherliste
宋朝 sòng cháo Sòng-Dynastie 960−1279 Kaiserliste
元朝 yuán cháo Yuán-Dynastie 1279−1368 Kaiserliste
明朝 míng cháo Míng-Dynastie 1368−1644 Kaiserliste
清朝 qīng cháo Qīng-Dynastie 1644−1911 Kaiserliste

Restaurationsversuche

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es mehrere Versuche, die Monarchie in China zu restaurieren:

  • 1915–1916 proklamierte Yuan Shikai sich selbst zum Kaiser
  • 1917 wurde im Rahmen der Kämpfe zwischen den Nördlichen Militaristen der Peking-Armee der letzte Mandschu-Kaiser Pu Yi nochmals für zwei Wochen als Kaiser eingesetzt
  • 1921 bemühten sich die in die Mongolei und die Mandschurei geflohenen weißrussischen Generäle Grigori Michailowitsch Semjonow und Robert von Ungern-Sternberg um die Wiedererrichtung sowohl der russischen als auch der chinesischen Monarchie
  • 1928 soll der Warlord Zhang Zuolin seine eigene Krönung vorbereitet haben (so Pu Yi in seiner Autobiographie), fiel aber einem japanischen Attentat zum Opfer
  • 1934–1945 war Pǔ Yí nominell Kaiser (von „Japans Gnaden“) des von Japan besetzten und abhängigen Mandschukuo

Studien Informationen

Siehe auch: China | Chinesische Geschichte | Republik China | Volksrepublik China

Literatur

  • Rainer Hoffmann: Qiuhua Hu - China; Seine Geschichte von den Anfängen bis zum Ende der Kaiserzeit, Freiburg 2007.
  • Klaus Mäding: China - Kaiserreich und Moderne, Cornelsen Verlag Berlin (2 Bände), 2002 uund 2003.
  • Jacques Gernet: Die chinesische Welt; Die Geschichte Chinas von den Anfängen bis zur Jetztzeit, Suhrkamp Taschenbuch Bd. 1505, Frankfurt 1997.
  • Herbert Franke, Rolf Trauzettel (Hrsg.): Das Chinesische Kaiserreich, Fischer Weltgeschichte Bd. 19. Frankfurt a.M. 1999 (12. Aufl.)

Weblinks