Kata-Liste (Karate)

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Artikel aus: Lexikon der Kampfkünste<br.>Nachbearbeitet von: Werner Lind

Der Begriff kata (形 oder 型) bedeutet „Form“ oder „Gestalt“. Die Karate-Kata bezeichnet zunächst eine festgelegte Übungsmethode zum Einstudieren des Sieges gegen Angreifer. Das technische Konzept setzt sich aus Bewegungen zusammen, die zur Abwehr gegnerischer Angriffe und zum Konter verwendet werden.

Erläuterung des Begriffes

Den Begriff kata zu verstehen, ist nur in ausgiebigen Forschungen der chinesischen und japanischen Systemen möglich. Unten eine kurze Zusammenfassung:

Formen in China

Hauptartikel: Tàolù | Xíng

In China müssen mehrere Interpretationen betrachtet werden. Aus ihren Deutungen entstehen die Bezeichnungen kata in Japan und hyeong in Korea.

  • (路) - das Schriftzeichen liest man im Chinesischen als oder luò, im Japanischen als michi (ro, 路) oder (道) und im Koreanischen als ro (로). In allen Fällen bedeutet das Schriftzeichen „Weg“, „Pfad“ oder „Straße“.
  • Tào (套) - im Japanischen (套), koreanisch to (토) oder tu (투). Der Begriff bezeichnet ein „Behältnis“ und steht auch für „umhüllen“ oder „bedecken“.
  • Tàolù (套路) - „Behältnis für den Weg“, z.B. auf einem Weg () der Übung werden Erkenntnisse in einem Behältnis (tào) versteckt. Damit gemeint sind auch die komplexen Formen (jap. kata) des chinesischen quánfǎ (拳法).
  • Xíng (形) - „Ablauf“, „Aussehen“, „Form“, „Muster“, im Japanischen gyō, kei, kata, katachi, nari im Koreanischen hyeong. Bezeichnung für die Formen des quánfǎ in Japan als kata (形 oder 型) bezeichnet. Hauptsächlich bezeichnet dieser Begriff den „Verlauf“ der Formen (jap. genkyo, 原拠 oder genkei, 原形).

Formen in Japan

Hauptartikel: Kata

Die Japaner benutzen in ihrer Schriftsprache zur Bezeichnung einer Form zwei verschiedene kanji (形 und 型), die beide kata bedeuten. Beide bezeichnen zunächst eine Form, doch in der genaueren Betrachtung ihres Bedeutungsspektrums sind die Schriftzeichen durchaus differenzierbar:

  • Kata (形) - dieses kanji (im Japanischen auch als gyō, kei, katachi, nari ausgesprochen, im Chinesischen xíng, 形, im Koreanischen hyeong, 형), bedeutet „Ablauf“, „Aussehen“, „Muster“ und stellt piktographisch ein Fenster dar, durch das Sonnenstrahlen (彡) einfallen, die ein Schattenmuster entstehen lassen. Dieses Muster erzeugt eine erste ursprüngliche Form (genkei, 原形), eine erste sichtbare Erscheinung/Form (keibō, 形貌), deren Spur (keiseki, 形跡) verfolgt werden kann. Im Allgemeinen gebraucht man dafür den Begriff genkyo (原拠 - „Grund“, „Basis“, „Ursprung einer Angelegenheit“).
  • Kata (型) - das zweite kanji (auch kei, chin. xíng, kor. hyeong) verweist durch das im rechten Teil des Schriftzeichens enthaltene Radikal für ein Schwert (刀) auf einen genauen Zuschnitt, das linke Radikal, durch die vier sich schneidenden Linien auf eine exakt definierte Form, der untere Teil auf das Material (土, Erde). Daraus entwickeln sich Bezeichnungen wie enkei (Kreisform), seihōkei (Quadrat), mukei (formlos, gestaltlos), genkei (Urbild, Prototyp). Im kombinierten Verständnis ergibt sich daraus die spezielle Bedeutung einer „irdenen Gussform“.

Formen in Korea

Hauptartikel: Hyeong | Teul | Pumsae

Die Formen der koreanischen Kampfsysteme berufen sich auf einen Ursprung in ihrer Tradition, sind aber ausschließlich von chinesischen, okinawanischen und japanischen Modellen beeinflusst.

  • Hyeong (hangeul 형; hanja 形 / 型) - 20 traditionelle Formen, entwickelt von General Choi Hong Hi.
  • Teul (틀) - 24 Formen, aus den hyeong weiter entwickelt von General Choi Hong Hi in der ITF.
  • Pumsae (hangeul 품새 / 태극; hanja 太極) - Ableitungen aus den hyeong aus der WTF.

Kata auf Okinawa

Nachforschungen in der Geschichte des karate haben ergeben, dass es zu Anfang des 19. Jahrhunderts auf Okinawa bereits viele kata gegeben hat, aus deren Schlussfolgerungen, Auslegungen und Umwandlungen sich alle anderen Varianten entwickelten. Diese kata waren in Okinawa auf die Schulen des shurite, tomarite und nahate verteilt und keineswegs wie heute in Gruppen geordnet, denn jede einzelne war (und ist noch heute) ein abgeschlossener Kampfstil. Erst nach Matsumura Sōkon aus Shuri und Matsumora Kōsaku aus Tomari begann man in den dōjō mehrere kata zu üben, was schließlich zur Gründung der okinawanischen Stile führte.<br.>Die Zuordnungen der kata zum shurite, tomarite und nahate werden heute nicht überall übereinstimmend vorgenommen, da die meisten kata nach 1850 nicht nur in einer bestimmten Schule, sondern in vielen Schulen geübt wurden. In Bezug auf das shurite und auf das tomarite kann man davon ausgehen, dass in beiden Richtungen dieselben kata, jedoch mit für die einzelnen Schulen typischen Abwandlungen, geübt wurden. Doch es ist wichtig zu erwähnen, dass der Fortschritt eines Übenden nicht von der Vielzahl der von ihm erlernten Formen abhängt, sondern ausschließlich von der Tiefe, in der er seine Form verwirklicht hat. Es ist besser, wenige kata in ihrem Inhalt (kata bunkai) zu studieren, als viele kata formell zu lernen.

Liste der okinawanisch / japanischen kata

A

B

- bassai dai - große bassai, nach der Lehre von Itosu Yasutsune und Azatō Yasutsune von ihrem gemeinsamen Schüler Funakoshi Gichin nach Japan gebracht und als eine der grundlegenden kata in seiner dortigen Auffassung shōtōkan ryū gelehrt.
- bassai shō - kleine bassai, die ihren Ursprung in der koryū no passai hat und später von Funakoshis Schüler in Japan verbreitet wurde.

C

  • Chanan (chan´nan) - chinesische kata aus der Schule von Matsumura Sōkon, wahrscheinliche Grundlage der späteren pinan. Möglicherweise verwandt mit anan. Zunächst gab es auf Okinawa zwei Varianten:
- chanan dai -
- chanan shō -
  • Chikaku - „Kranich auf dem Boden“, kata von Yamaguchi Gōgen.
  • Chikan (chikanken) - kata des kojō ryū.
  • Chi ni kata - kata aus dem kojō ryū.
  • Chinpe - kata aus dem kojō ryū.
  • Chinte (chintei, shōin) - chinesisch/okinawanische kata, in Japan als „seltene Hand“ bezeichnet.
  • Chintō (gankaku) - in Japan der „ Kranich auf dem Felsen“; in Okinawa „Kämpfen gegen Osten“ oder „wo die Sonne aufgeht“; in einer weiteren Bedeutung Name eines chinesischen Seemanns und Kampfkunstexperten, der die kata von China nach Okinawa gebracht haben soll. Es überlieferten sich Varianten nach Shuri und nach Tomari.
- kiyatake no chintō (kyan no chintō) - Interpretation von Kyan Chōtoku nach dem Beispiel aus dem tomarite.
- itosu no chintō - Interpretation von Itosu Yasutsune nach dem Beispiel aus dem shurite.
- shiroma no chintō (tomiyabu no chintō) -
- tomari no chintō (aragaki no chintō) -


D

E

  • Enpi (wanshū) - japanische Ableitung aus der okinawanischen wanshū.
  • Enpi shō - kata aus dem shōreikan.

F

  • Fukyūgata (fukyū kata) - okinawanische Kata-Gruppe neueren Datums zur Einführung von Anfängern im shōrei ryū.
- fukyūgata ichi (Shōshin Nagamine)
- fukyūgata san/yon/go (Shugoro Nakazato)
- fukyūgata ni (Chōjun Miyagi)
- fukyūgata ichi/ni/san/yon/go (Ogura Tsuneyoshi)
- fukyūgata san ((Ueshiro Ansei)

G

  • Gankaku (chintō) - japanische Ableitung aus der chintō. In Japan gibt es zwei Arten:
- gankaku (Funakoshi) - japanische Ableitung aus der matsumura no chintō.
- gankaku shō (Kanazawa) - Ableitung aus der tomari no chintō.
- gekiha ichi
- gekiha ni
- gekisai daiichi (Miyagi Chōjun)
- gekisai daini (Miyagi Chōjun)
- gekisai daisan (Toguchi Seikichi)
- gōjūshihō dai -
- gōjūshihō shō -
  • Gopei shō - „Pfau“, alte kata des tōde, heute im shuri ryū und shōreikan geübt.

H

  • Haiku - „schwarzer Tiger“, kata des ryūei ryū.
  • Hakkaku -
  • Hako - „weißer Tiger“, kata des kojō ryū.
  • Hakucho - siehe hakutsuru.
  • Hakufa - siehe hakutsuru.
  • Hakuryū - „weißer Drache“, kata aus dem kojō ryū.
  • Hakutsuru (hakufa, hakucho) - „weißer Kranich“, kata aus dem gleichnamigen Quanfa-Stil, der viele okinawanische Stile beeinflusst hat. Es gibt mehrere Haupt-Varianten dieser kata:
- hakutsuru (Go Kenki) -
- hakutsuru (Matsumura Sōkon) -
- hakutsuru no kumemura -
- hakutsuru dai / shō (shōrin ryū)
- hakutsuru no mai (Toguchi Seikichi)
  • Haneko (anankū) - kata des shukokai, entwickelt von Tani Chōjiro aus der anankū.
  • Hangetsu (seisan, sesan) - „halber Mond“, japanische Ableitung aus der okinawanischen seisan.
  • Happōken - kata, gegründet von Mochizuki Minoru aus dem Yoseikan.
  • Happōren (paipuren, papuren, baiburen) - kata des baihequan, Grundlage des „weißen Kranichs“.
  • Heian (pinan) - „Frieden und Ruhe“, hauptsächlich Ableitungen aus den pinan, heute Grund-Kata des shōtōkan ryū in Japan. Es gibt:
- heian shodan (shōtōkan) - japanische Ableitung von Funakoshi aus der okinawanischen pinan.
- heian nidan (shōtōkan) - japanische Ableitung von Funakoshi aus der okinawanischen pinan.
- heian sandan (shōtōkan) - japanische Ableitung von Funakoshi aus der okinawanischen pinan.
- heian yondan (shōtōkan) - japanische Ableitung von Funakoshi aus der okinawanischen pinan.
- heian godan (shōtōkan) - japanische Ableitung von Funakoshi aus der okinawanischen pinan.
- heian rokkudan (bugeikan) -
- hookiyo ichi -
- hookiyo ni -

I

J

  • Jichin - kata aus dem Bugeikan.
  • Ji'in (shōkyo) - okinawanische kata „Tempelboden“ auch „Liebe des Buddha“.
  • Jion (jion ji) - in Okinawa „Tempelklang“, in Japan „Liebe und Gnade“, direkte Ableitung aus dem ursprünglichen Shaolin-Konzept.
  • Jissen - kata aus dem Bugeikan
  • Jitte (jite, jutte) - okinawanische kata „Tempelhand“, in Japan als „zehn Hände“ bezeichnet.
  • Juroku - „16 Techniken“, kata des shitō ryū, gegründet von Mabuni Kenwa.

K

  • Kaeshi te - „wiederkehrende Hand“, kata aus dem motobu ryū.
  • Kakuha - kata aus dem Shōreikan, entwickelt von Toguchi Seikichi.
- kakuha ichi
- kakuha ni
  • Kakuyoku - „Kranichschwingen“, Kata-System gelehrt und verbreitet von Asai Tetsuhiko, wahrscheinliche Ableitungen aus der okinawanischen hakutsuru.
- kakuyoku shōdan
- kakuyoku nidan
  • Kaminaro - „Blitz und Donner“, kata aus dem Fudōkan gegründet von Ilija Jorga.
  • Kanchin - (konchin) okinawanische kata neueren Datums, gegründet von Uechi Kanei aus dem uechi ryū.
  • Kankū (kwanku) - japanische Variante der kūshankū. In Japan übt man:
- kankū dai
- kankū shō
- shihō kūshankū
  • Kanshiwa - kata neueren Datums aus dem uechi ryū, gegründet von Uechi Kanei.
  • Kanshu - (konshu, daini seisan), kata des uechi ryū gegründet 1956 von Uechi Kanei.
  • Karamite - kata des motobu ryū.
  • Kihon - Kata-Gruppe für Anfänger aus dem kobayashi ryū.
- kihon ichi
- kihon ni
- kihon san
  • Kurotaru - siehe heiku.
  • Kururunfa - „siebzehn“ oder in einer anderen Bedeutung „Bewahren der Mitte“; kata der okinawanischen Shōrei-Schulen.
  • Kūshankū (kūsankū, kōsōkun) - okinawanische Shōrin-Kata, benannt nach dem Namen ihres chinesischen Überbringers; in Japan umbenannt in „Blick in den Himmel“ (kankū). Die okinawanischen Hauptvarianten sind:
- sakugawa no kūshankū
- chatanyara no kūshankū
- matsumura no kūshankū
- itosu no kūshankū
- kuniyoshi no kūshankū
- chibana no kūshankū

M

  • Meikyō (rōhai) - „heller Spiegel“ japanische Variante der okinawanischen rōhai.
  • Myōjō (明浄) - kata des shitō ryū, gegründet von Mabuni Kenwa.

N

  • Nagete - „werfende Hand“, kata aus dem motobu ryū.
  • Naihanchi (tekki) - ursprüngliche Shōrei-Kata „seitwärts kämpfen“. In Japan umbenannt in tekki (Eisenreiter).
- naihanchi shodan
- naihanchi nidan
- naihanchi sandan
- yabu no naihanchi
  • Nanshu - „Hand aus dem Süden“, chinesische kata der südlichen Stile.
  • Nēpai - siehe nipaipo.
  • Nidanbu - Kata-System aus dem Bugeikan.
- nidanbu ichi
- nidanbu shō
  • Nijūshihō (niseishi, nisēshi, )- japanische Version der okinawanischen niseishi.
  • Nipaipo (nipipo, nipapo, nēpai, neipai) - „28 Schritte“, chinesische kata des baihequan, überliefert von Go Kenki.
  • Niseishi (nisēshi, nijūshihō) - „vierundzwanzig Schritte“, okinawanische kata der Niigaki-Schule.
  • Nukite - kata aus dem motobu ryū.

O

  • Ogamite - „betende Hand“, alte kata des motobu ryū.
  • Ohan (pechurin) - kata des ryūei ryū.
  • Oji - kata des shōrinji ryū.
  • Okan (wankan) - kata aus dem kobayashi ryū von Miyahira Katsuya, Variante der wankan.

P

  • Pachu - „einen Ball werfen“, kata des ryūei ryū, gegründet von Nakaima Kenji.
  • Paiho - „weißer Kranich“, kata des ryūei ryū, abgeleitet aus dem Kranichstil (baihequan).
  • Paiku - „weißer Tiger“, kata des ryūei ryū.
  • Paipuren (happoren, papuren, baipuren) - „acht Schritte zur gleichen Zeit“, kata des shitō ryū.
  • Passai (patsai, bassai) - okinawanische Shōrin-Kata mit der Bezeichnung „Entzweistoßen“, in Japan in „Sturm auf die Festung“ umbenannt. Auf Okinawa gibt es folgende Versionen:
- ōyadomari no passai
- matsumura no passai
- itosu no passai
- chatanyara no passai
- tomari no passai
- koryū no passai
- ishimine no passai
- tawada no passai
- teruya no passai
- soeishi no passai
- pinan shodan
- pinan nidan
- pinan sandan
- pinan yondan
- pinan godan

R

  • Rinkan - kata des tomarite.
  • Rochin - kata des chitō ryū.
  • Rōhai (meikyō) - okinawanische kata des tomarite, „Vision eines weißen Reihers“, ursprünglich in drei Versionen, in Japan umbenannt in meikyō („Reinigen des Spiegels“).
- rōhai shodan
- rōhai nidan
- rōhai sandan
- matsumora no rōhai
  • Rokkishu - „sechs Hände“, chinesische kata für Vitalpunktstimulationen, Grundlage der tenshō.
  • Rufua - kata des Bugeikan.
  • Ryūho - „Methode des Drachen“, chinesische Kata unbekannter Herkunft.
  • Ryūshu (ryūsan, ryūshan) - die „Drachen-Berg“-Kata von Hanashiro Chomō.

S

  • Saifa (saiha, zuofa) - „der letzte Hauptpunkt“, kata des gōjū ryū.
  • Saipa - siehe seienchin.
  • Sanchin (三戦, chin. sānzhàn) - „drei Phasen“, „drei Schlachten“, okinawanische kata des shōrei ryū, mit Ursprung im chinesischen baihequan. Sie wurde in der chinesischen Region Fujian in mehr als 40 Versionen als energetische kata geübt, auf Okinawa jedoch verschieden interpretiert. Auf Okinawa übt man:
- higashionna no sanchin - Sanchin-Interpetation von Higasionna Kanryō.
- uechi no sanchin - Sanchin-Interpetation von Uechi Kanbun.
- miyagi no sanchin - Sanchin-Interpetation von Miyagi Chōjun.
- kumate sanchin - Sanchin-Interpetation von
- motote sanchin - Sanchin-Interpetation im motobu ryū und Bugeikan.
  • Sanchu - Shaolin-Kata unbekannter Herkunft.
  • Sansai - kata des gensei ryū.
  • Sanseirū (三十六手, auch sansērū, sansēryū, sanseiryū, saneru) - „sechsunddreißig Hände“, okinawanische kata des shōrei ryū.
  • Sanshiru - kata aus dem chitō ryū.
  • Seichin - kata des uechi ryū neueren Datums, gegründet von Uechi Kanei.
  • Seienchin (saipa) - „Ruhe im Sturm“, kata des shōrei ryū.
  • Seigan (uma) - kata des Pferdes aus dem kojō ryū.
  • Seipai - „achtzehn Hände“, okinawanische kata des shōrei ryū.
  • Seiru - „Kata des blauen Drachen“, von Yagi Meitoku.
  • Seirui - kata gegründet 1950 von Kanei Uechi.
  • Seiryū - kata des shindō jinen ryū.
  • Seisan (sēsan, hangetsu) - „dreizehn Hände“, chinesisch/okinawanische kata. Auf Okinawa gibt es mehrere Hauptformen:
- uechi no seisan
- aragaki no seisan
- shōrinryū seisan
- kisaki no seisan
- miyagi no seisan
  • Seisei - Seisan-Version aus dem chitō ryū.
  • Shihōgeri - „Fußtechniken in vier Richtungen“, okinawanische kata, gegründet von Kinjō Hiroshi (Kanagusuku) auf der Grundlage der seisan.
  • Shihōhai - kata des chitō ryū.
  • Shihōtsuki - „Fausttechniken in vier Richtungen“, okinawanische kata, gegründet von Kinjō Hiroshi (Kanagusuku) auf der Grundlage der seisan.
  • Shinpa - „neuer Bruch“, kata unbekannter Herkunft, heute im shitō ryū geübt.
  • Shinsei - „reiner Geist“, kata von Mabuni Kenwa. Kenei Mabuni gründete später die shinsei ni.
  • Shisōchin - „vier kämpfende Affen“,- okinawanische kata des shōrei ryū.
  • Shōfu (wankan) - alternative Bezeichnung der Karate-Kata wankan in Japan.
  • Shōin (chinte) - alternative Bezeichnung der Karate-Kata chinte in Japan.
  • Shōkyo (jion) - alternative Bezeichnung der Karate-Kata jion in Japan.
  • Sosansen - kata aus dem Bugeikan.
  • Shōshin - kata der Maus (ne) aus dem kojō ryū.
  • Shyujakku - „roter Sperling“, kata von Yagi Meitoku.
  • Sōchin (壮鎮, hakkō) - okinawanische Shōrin-Kata „der große Sieger“ aus der Aragaki-Schule mit der Bezeichnung in Japan „ruhige Kraft“. In Japan wird die kata nur im shōtōkan ryū und shitō ryū geübt und wurde wahrscheinlich von Funakoshi Yoshitaka überliefert.
  • Suchin - kata aus dem Bugeikan.
  • Sunsu (suansu) - kata von Shimabukuro Taro aus de isshin ryū.
  • Sūpārinpei (peichurin, pēchurin) - „hundertacht Hände“, okinawanische kata des shōrei ryū.
  • Sushihō - japanische Kata neueren Datums, gegründet von Masutatsu Oyama aus dem Kyokushinkai.

T

- taikyoku shodan - Einführung in das Prinzip der kata)
- taikyoku nidan (Kihon waza)
- taikyoku sandan (Jiyū waza)
- taisabaki shōdan -
- taisabaki nidan -
- taisabaki sandan -
  • Te - kata aus dem motobu ryū.
  • Tegatana - kata aus dem Shōreikan.
  • Tekki (naihanchi) - japanische Variante der naihanchi. Auf der Grundlage der Itosu-Version übt man in Japan drei Formen:
- tekki shodan -
- tekki nidan -
- tekki sandan -
- ten no kata omote -
- ten no kata ura -

U

  • Unryū - kata des Drachen (tatsu) aus dem kojō ryū.
  • Unsu - „Wolkenhände“, okinawanische kata neueren Datums, wahrscheinlich aus der Niigaki-Schule.
  • Ura gaeshi - kata aus dem motobu ryū.
  • Useishi (gōjūshihō, hotaku) - „der Phönix“, okinawanische kata aus der Itosu-Schule, in Japan in „vierundfünfzig Schritte“ (gōjūshihō) und zeitweise in „Spechtklopfen“ (hotaku) umbenannt.

W

  • Wanduan - okinawanische kata des tomarite, benannt nach einem okinawanischen König, der als großer Kampfkunstexperte galt. Diese fortgeschrittene kata ist chinesischen Ursprungs, gelangte jedoch auch nach Okinawa, wo sie wichtige Charakteristiken des tomarite, shurite und nahate vereint.
  • Wankan (wankuan, matsukaze, shōfu, hiko) - „Krone des Königs“ oder „Pinienrauschen“, okinawanische Shōrin-Kata, später in Japan verschiedentlich umbenannt.
  • Wanshū (enpi, wansu, ansu) - okinawanische Shōrin-Kata, bezeichnet nach dem Namen ihres Überbringers; in Japan umbenannt in enpi („Flug der Schwalbe“).

Y

  • Yantsu - „das achte Licht“, kata aus dem kyokushinkai.

Verteilung der Kata auf die japanischen Stile

Die alten kata haben sich in der Zeit weiterentwickelt und in viele neue Varianten und Interpretationen geteilt. Außerdem wurden auch neue kata gegründet (Itosu Yasutsune gründete beispielsweise 1905 die pinan). Je nachdem, wie sie sich in Gruppen zusammenfanden, bewirkten sie später die Enticklung der jeweiligen Stilgründungen.<br.>In den heutigen Stilen des karate gibt es viele kata, die alle Weiterentwicklungen oder Ableitungen aus den alten kata sind. Es gibt auch Kata-Formen, die auf Okinawa neu gegründet wurden (z.B. heian oder tenshō), sich jedoch an den klassischen Formen orientieren. Außerdem existieren weltweit viele Tendenzen, neue Formen zu gründen. Doch diese kata besitzen keinen traditionellen Wert und orientieren sich nicht an den überlieferten Prinzipien. Aus diesem Grund sind sie für die Kampfkünste bedeutungslos. Folgende sind die wichtigsten Kata-Formen, die in den heutigen Stilen geübt werden:

Shōtōkan ryū

Shōtōkai

Asai ha

Wadō ryū

Shitō ryū

Gōjū ryū

Kyokushin ryū

Studien Informationen

Siehe auch: Karate | Kata | Karate-Kata | Kata-Liste (Kobudō)

Literatur

  • Werner Lind - Okinawa Karate, Sportverlag Berlin 1998.
  • Werner Lind - Lexikon der Kampfkünste, BSK-Studien 2010.
  • Werner Lind - Budo - der geistige Weg der Kampfkünste, Scherz 1991.
  • Werner Lind - Karate Grundlagen, BSK 2005.
  • Werner Lind - Karate Kihon, BSK 2007.
  • Werner Lind - Karate Kumite, BSK 2013.
  • Werner Lind - Karate Kata, BSK 2014.
  • Werner Lind - Die klassische Kata, O. W. Barth, 1995.
  • Patrick McCarthy - Classical Kata of Okinawan Karate, Ohara 1987.
  • Gichin Funakoshi - Karate do Kyohan, Kodansha 1973.
  • Shoshin Nagamine - The essence of Okinawan Karate do, Tuttle 1976.
  • Enoeda Keinosuke - Shōtōkan advanced Kata (3 vol.), Dragon Books.
  • Kanazawa Hirokazu - Karate Kata (2. vol.), SKI.
  • Kase Taiji - 18 Kata Superieurs, Sedirep.
  • Nakayama Masatoshi - Karate perfekt (8. vol.), Falken.
  • Bishop Mark - Okinawan Karate: Teachers, Styles and Secret Techniques.

Video

  • Werner Lind - Video Serie Kata Bunkai (15 vol.) Abanico
  • Kanazawa Hirokazu - 26 Karate Kata
  • Higaonna Morio - Kata (15 vol.), Panther
  • Nakayama Masatoshi - JKA Kata, Abanico
  • Morio Higaonna - Traditional Okinawan Goju-ryu Karate-do (12 vol.)
  • Hayashi Teruo - Hayashiha Shito-ryu (2.vol.), Champ
  • Higaonna Morio - Goju ryu (5 vol.), Tsunami Productions (by Abanico), u.a.

Weblinks