Koe naki o kiki, katachi naki o miru: Unterschied zwischen den Versionen

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Koe naki o kiki, katachi naki o miru (jap.: 声なきを聞き、形なきを見る) ist ein Leitsatz (kaisetsu) der Budō-Philosophie, ursprünglich aus dem Zen, in der direkten Übersetzung: „das Nicht Geräusch, das du hören kannst, und das Nicht Bild, das du sehen kannst“.

Erklärung

Der Leitsatz bezeichnet die gesteigerte innere Wachsamkeit und die auf die Gegenwart gerichtete Konzentration (zanshin) eines fortgeschrittenen Kampfkunstexperten, die durch rechte Übung möglich wird. Durch unermüdliches Training kann sich der Kampfkunstexperte in die Lage versetzen, sogar Dinge und Situationen zu erkennen, für deren Wahrnehmung (yomi) selbst die Aufmerksamkeit eines geübten Geistes nicht ausreicht. Obwohl er durch diese gesteigerte Sensibilität mit noch mehr Sinnesreizen konfrontiert wird, kann der Fortgeschrittene dennoch Wesentliches von Unwesentlichem in Sekundenbruchteilen unterscheiden. Solche besonderen Konzentrationsfähigkeiten des Geistes müssen durch die rechte innere Haltung des Übenden geweckt und können durch Bewusstwerdung dieser Möglichkeiten ins Unendliche gesteigert werden.<br.> Die Fähigkeit, das „Unsichtbare zu sehen“ und das „Unhörbare zu hören“, ist nichts Übernatürliches, sondern ein mögliches Ziel in der Übung des budō. Die erste Bedingung dafür ist das Erreichen einer allgemein guten Konzentration in allen Handlungen des Alltags. Wenn Menschen sagen, dass sie vom ewigen Pech verfolgt sind, haben sie die Vorstufe zu diesem Bewusstsein noch nicht erreicht. Vielleicht liegt ihr Unglück in einer ewig verschlafenen und unkonzentrierten Haltung, in der es ihnen unmöglich ist, die Zeichen ihrer Umgebung zu erkennen und richtig zu deuten. Dies kann man durch Übung verändern, wenn man sich bewusst macht, dass es die Möglichkeit gibt, sich selbst zu lenken und zu kontrollieren. Diese Möglichkeit hat kein absehbares Ende im persönlichen Fortschritt.

Studien Informationen

Siehe auch: Kaisetsu | Budō

Literatur

  • Werner Lind: Lexikon der Kampfkünste. BSK-Studien 2010.

Weblinks