Shōrin ryū

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Artikel von: Werner Lind<br.>Nachbearbeitet von:

Shōrin ryū (jap.: 小林流 oder 少林流) bezeichnet die "Schule des kleinen Waldes" aus dem okinawanischen Konzept des okinawate. Der Begriff shōrin bedeutet in der Übersetzung "Kleiner Wald" und ist die okinawanische Aussprache für shǎolín. Damit fasste man die okinawanischen Stile aus Shuri und Tomari zusammen.

Shurite (suidi) - die Hand aus Shuri

Shuri war die Hauptstadt in der der König und die Mitglieder des Adels (shizoku) lebten, wodurch die Systeme aus Shuri (shurite) lange Zeit als das Zentrum der okinawanischen Kampfkünste galten. Der erste Name, der genannt wird, ist der von Sakugawa Kanga aus Shuri. Ihm folgten in der Reihenfolge Matsumura Sōkon, Azatō Yasutsune und Itosu Yasutsune.

BILD (Karate Kumite): Matsumura Sōkon (1792 - 1896), Azatō Yasutsune (1827 - 1906), Itosu Yasutsune (1830 - 1916)

Tomarite (tuimadi) - die Hand aus Tomari

Tomari war ein Fischerdorf in unmittelbarer Nähe zu Shuri. Die Bezeichnung tomarite wird für die okinawanischen Kampfkonzepte gebraucht, die in den Schulen aus Tomari und Umgebung unterrichtet wurde. Sie hatten keine aristokratische Beeinflussung, Chinesen die in Tomari landeten waren oft Schiffbrüchige oder Seeleute. Hauptsächlich für die Entwicklung des tomarite waren Oyadomari Kōkan und Matsumora Kōsaku.

BILD (Karate Kumite): Matsumora Kōsaku, Oyadomari Kōkan


Studien Informationen

Siehe auch: Okinawate | Okinawanische Kampfsysteme |

Literatur

  • George H. Kerr: Okinawa - The History of an Island People. Tuttle, 2000.
  • Werner Lind: Lexikon der Kampfkünste. BSK-Studie, 2009.
  • Werner Lind: Okinawa Karate. Sportverlag Berlin, 1998.
  • Werner Lind: Karate Kumite. BSK-Verlag, 2014.
  • Hokama Tetsuhiro: Timeline of Karate history. 2007.

Weblinks