Shintai

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Artikel aus: Lexikon der Kampfkünste<br.>Nachbearbeitet von:

Shintai (jap.: 神体) sind Objekte, die in einem Shintō-Schrein als heilige Reliqien verehrt werden, da sie die Seelen (mitama) der Götter (kami) des shintō beherbergen. Sie werden am shinza (神座, Kami-Sitz) aufbewahrt.

Etymologie

Der Begriff shintai (auch go shintai, 御神) ist die sino-japanische Lesung des Wortes mitama shiro (auch yori shiro) und steht symbolisch für den „Wohnort der Geister“ und deren Seelen (mitama).

Shintai in den Shintō-Tempeln

Die shintai werden in der Haupthalle des Tempels (hondō / honden) in der vorderen Seite (shinza) aufbewahrt, stets abgeschirmt von den Blicken der Besucher. Laien ist der Zugang grundsätzlich verwehrt, da die Reliqien stets in Schutzhüllen verkleidet sind und keine Betrachtung ermöglichen.

Im hondō können mehrere kami verehrt werden. In diesem Fall teilen sie sich dasselne shintai. Manche kami verfügen auch über mehrere ursprüngliche shintai. Es befinden sich dann verschiedene Aspekte ihrer mitama darin.

Erläuterung

Entsprechend der japanischen Mythologie sind die shintai zumeist Reproduktionen der alten kaiserlichen Throninsignien (sanshū no jingi - Schwert, Spiegel und Edelstein). Doch es kann sich auch um jeden anderen Gegenstand handeln, der vom jeweiligen Tempel als heilig erklärt wurde. Entsprechend entstanden im Laufe der Zeit viele heilige Objekte in den Tempeln (gohei - rituelle Stäbe, kaiga / shinzō - Skulpturen, u.a. Diese wurden allesamt im Zuge der Politisierung des shintō (shinbutsu bunri) zerstört.

Studien Informationen

Siehe auch: |

Literatur

  • Werner Lind: Lexikon der Kampfkünste. BSK-Studien 2010.

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