Bonnō

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Artikel aus: Lexikon der Kampfkünste<br.>Nachbearbeitet von:

Bonnō (jap.: 煩悩), weltliche Sorgen, sinnliche Begierden, irdische Wünsche, Sinnesgenuss, unkontrollierte Leidenschaften (bon).

Bonnō ist ein häufiger Zustand des im Selbstumgang ungeübten Menschen, in dem er von inneren Gefühlen (Selbstmitleid, Vorurteil, Resignation, Selbstsucht usw.) beherrscht wird und seine Ruhe und Spontaneität verliert. Bonnō entsteht, wenn der Mensch sich aus der Verblendung, aus den eigenen Vorstellungen, Wünschen und Vorurteilen nicht befreien kann und ihnen zum Opfer fällt.

Im zen legt der Schüler (deshi) ein Gelübde ab (shōken), durch das er Zeit seines Schülerseins (shitei) gebunden ist, solche Haltungen zu bekämpfen. Bonnō sind falsche innere Haltungen, die dann, wenn sie auftreten, jedes Fortschreiten auf dem Weg () unterbinden. Übende, die es versäumen, sich in diesem Sinne zu kontrollieren, verlieren ihren Lehrer (sensei) und nehmen sich die Chance zu ihrer Eigenverwirklichung.

Studien Informationen

Siehe auch:

Literatur

  • Werner Lind: Lexikon der Kampfkünste. BSK-Studien 2010.

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