Butokuden

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Artikel aus: Lexikon der Kampfkünste<br.>Nachbearbeitet von: Werner Lind

Der Begriff Butokuden (武徳殿) bezeichnet eine „Halle der Kriegstugenden“ und ist der älteste Ort zur Übung der Kriegskünste (bujutsu) in Japan. Der Butokuden fand seine erste Heimat bereits im heian jidai (794-1192) in Kyōto.

Etymologie des Begriffes

Butokuden wird mit drei kanji geschrieben: bu (武) - Kriegertum; toku (徳) - Tugend und den (殿) - Halle, Palast. Somit bezeichnet der Begriff eine Halle der Tugend und Kriegskunst. Weiter Bezeichnungen sind Dai Nippon Butokuden und Nippon Butokuden.

Erster Butokuden in Kyōto

Der erste Butokuden wurde bereits im heian jidai von Kanmu-Tennō (781-806) errichtet, nachdem er im Jahre 794 seine Residenz nach Kyōto verlegt hatte. Auf dem Gelände des Heian-Schreins veranlasste der Kaiser den Bau eines großen Trainingszentrums, in dem er seine Krieger kondei (später samurai) ausbilden ließ.

Zweiter Butokuden in Kyōto

Im Jahre 1899 wurde mit staatlicher Unterstützung ein neuer Butokuden (Dai Nippon Butokuden) auf demselben Areal in Kyōto errichtet, in dem die neue politische Organisation butokukai ihre Heimat fand. Das Gebäude steht noch heute in direkter Nachbarschaft zum Heian-Schrein, nahe dem kaiserlichen Palast. Im Jahr 1970 wurde der butokuden in Kyōto zum Nationaldenkmal erklärt.

Budōkan in Tōkyō

Im Jahr 1964 beschloss die japanische Regierung zum Anlass der Olympischen Spiele das Zentrum des japanischen Kampfkunstgeschehens in die Hauptstadt Tōkyō zu verlagern und erbaute zu diesem Zweck ein mächtiges Gebäude, das man Budōkan nennt. Der Budōkan in Tōkyō gilt als Nachfolger des Butokuden in Kyōto und ist heute das Zentrum der japanischen Kampfkünste.

Studien Informationen

Siehe auch: Butokukai | Budōkan |

Literatur

Weblinks