Fugen jikkō

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Artikel aus: Lexikon der Kampfkünste<br.>Nachbearbeitet von: Werner Lind

Fugen jikkō (jap.:不言実行), „keine Worte verlieren, sondern wirken“ (fugen - ohne Worte; jikkō - handeln, ausführen). Der Spruch aus der Budō-Philosophie (kaisetsu) bedeutet im übertragenen Sinn: „Lass deine Handlungen für dich sprechen.“

Erklärung

Manche Menschen diskutieren ohne Inhalt und theoretisieren an jeder Wirklichkeit vorbei. Darin liegt kein Sinn, denn ohne Erkenntnis hat Wissen keinen Wert. Einer Aussage muss eine Erkenntnis zugrunde liegen und nicht eine unverbindliche Theorie. Viele Menschen berufen sich jedoch auf das Besserwissen oder auf Theorien über unverstandene Dinge. Pauschalweisheiten sind einfacher und daher eher realisierbar als Erfahrungswerte.

Trotzdem gibt es für niemanden ein Hindernis, nach Erfahrungen zu suchen. Das einzige Hindernis dazu liegt in einem Bewusstsein, das das Leben mit einem Schauspiel verwechselt und sich in leeren Theorien ohne Denken und Handeln erschöpft. Diese Haltung kann in der Realität nicht überleben und widerspricht sich mit dem Geist des budō. Ein fähiger Mensch misst sich an seinen Handlungen.

Studien Informationen

Siehe auch: Kaisetsu |

Literatur

  • Werner Lind: Lexikon der Kampfkünste. BSK-Studien 2010.

Weblinks