Hakama

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Artikel aus: Karate Grundlagen<br.>Nachbearbeitet von:Stephanie Kaiser

Hakama im Kendo

Mit hakama (jap. 袴) bezeichnet man einen speziellen Hosenrock, der zur Samurai-Kleidung (kamishimo) gehört. Der Rock ist sehr weit und in scharfe Falten gebügelt, die äußeren Nähte sind vom Knie aufwärts offen, so dass darunter stets ein Untergewand (kosode) getragen werden muss. Die heute in den Kampfkünsten verwendeten hakama sind von verschiedenen Farben, zumeist schwarz, dunkelblau, dunkelbraun oder weiß. Teilweise bezeichnet die Farbe den Fortschrittsgrad eines Übenden.<br.>Die Falten des hakama haben eine religiöse Bedeutung. Die beiden Falten auf der Rückseite symbolisieren zwei Kriegsgötter (take mikazuchi no kami und futsu nushi no kami), die gemäß der mythologischen Vorstellung durch ihre Verbindung zu Amaterasu, der Sonnengottheit, die Vereinigung der japanischen Gesellschaft ermöglichten. Die beiden Falten werden durch den Begriff koshi ita bezeichnet. Dieser bezieht sich auf die allgültige Macht der Sonnengottheit und steht für das übergeordnete Prinzip der Harmonie (wa). Die fünf Falten der Vorderseite verkörpern jene Tugenden, welche im bujutsu von Bedeutung sind: jin (Gefühl), gi (Gerechtigkeit), rei (Höflichkeit), chi (Weisheit) und shin (真 - Aufrichtigkeit).

Im karate wird eine Trainingskleidung verwendet, die man als karategi bezeichnet und die aus dem kosode abgeleitet ist.

Studien Informationen

Siehe auch: Keikogi | Jūdōgi | Aikidōgi | Kendōgi | Kyūdōgi | Kimono |

Literatur

  • Werner Lind: Lexikon der Kampfkünste. BSK-Studien 2010.
  • Werner Lind: Karate Grundlagen. BSK-Verlag 2010.

Weblinks