Kabane

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Artikel von: Werner Lind<br.>Nachbearbeitet von:

Der Begriff kabane (sei, shō) 姓 bezeichnete im Altertum einen vererbbaren japanischen Adelstitel, der vom Kaiser (tennō) an die Oberhäupter wichtiger Klans (uji) verliehen wurde. Er bezeugte durch ein kaiserliches Zertifikat die göttliche Herkunft der Klanführer, ihre Verwandtschaft zum Kaiserhaus und etablierte das Namens- und Titel-System des frühen japanischen Adels (uji kabane seido später yakusa no kabane).

Frühe Geschichte

Die kabane waren anfangs adelige Namenszusätze, die einem Klanoberhaupt (uji no kami) vom Kaiser verliehen wurden, wodurch die entsprechende Person als Blutsverwandter eines göttlichen Vorfahren (ujigami) auf der Verwandschfatslinie des tennō ausgewiesen wurde. Die Tradition der kabane begann im frühen yayoi jidai (300 v.Chr.-644 n.Chr.) - damals mit 24 kabane, die unterschiedliche Bedeutungen der Adelsränge festlegten.<br.>Unter der späteren Herrschaft der Yamato (ca. 250 - 644) gewannen die kabane immer mehr an Bedeutung und bestimmten den Status und das Ansehen der adeligen Familien in der japanischen Gesellschaft. Kaiser Tenmu-Tennō reformierte gegen Ende des 7. Jahrhunderts das gesamte japanische Rechtssystem (ritsuryō) und damit auch das System der ursprünglichen kabane uji kabane seido, indem er es vereinfachte und die Anzahl der kabane auf acht reduzierte (yakusa no kabane).<br.>Grundsätzlich aber verloren die kabane nach der vierten Generation ihre Gültigkeit, so dass die betroffenen Familien ihre Titel aus ihrem angestammten Klan-Namen (uji) entfernen mussten, sofern der Klan keine neue Rangbestätigung durch den tennō erhielt.

Entwicklung im Mittelalter

Im ausklingenden Altertum und am Anfang des japanischen Mittelalters (ab ca. 1100) änderten sich die japanischen Namen grundlegend. Es entstand eine Klan-Struktur mehrerer vom Kaiserhof ausgegliederten adeliger Sippen die anschließend in abgelegenen Gebieten siedelten und die geografische Bezeichnung ihrer Ländereien zu ihrem Hauptnamen machten. Dadurch entstand die Namenskultur der myōji. Das Prinzip für jeden sichtbar dem Namen der entsprechenden Sippen (uji) beigefügt, so dass Namensverbindungen (myō, myōji) entstanden, die einen entsprechenden Status und Ansehen in der Gesellschaft mit sich brachten.

und blieb, obwohl sich die seit dem Altertum vorherrschende japanische Sippenstruktur (uji) im Laufe der Zeit veränderte und sich neben den Hauptklans abgespaltete Zweigsippen (ie) mit eigenen Namen etablierten, bis ins 10. Jh. erhalten. (yakusa no kabane)


Neuzeit

Studien Informationen

Siehe auch: Japanische Namen | ie | iemoto |

Literatur

Weblinks