Taihōjutsu

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Der Begriff taihōjutsu (逮捕術) bezeichnet ein kämpferisches Einsatzsystem für die japanische Polizei, gegründet 1947 von einer technischen Kommission zur Ausbildung der Polizeikräfte. Das System beruht primär auf den waffenlosen Kampftechniken des jūjutsu, jūdō und karate, integriert aber auch notwendige bewaffnete Methoden mit dem Stock (), vor allem aber mit dem kurzen und mittellangen Stock (). Die Stocksysteme wurden aus dem Kobujutsu (Japan) entwickelt.

Geschichte

Bereits 1924 trat ein technisches Kommitee zusammen, um die Selbstverteidigungssysteme der japanischen Polizei zu verbessern. Dieses Kommitee bestand aus einer Gruppe hochrangiger Schwertmeister wie Nakayama Hakudo, Hiyama Yoshihitsu, Saimura Goro und Hotta Shitejiro. Hinzu kamen Spezialisten des jūjutsu und jūdō wie Nagaoka Shuichi, Mifune Kyuzo, Nagano Seizo, Sato Kenosuke und Kawakami Tadashi. Dieses Kommitee entwickelte zunächst eine Reihe von Selbstverteidigungstechniken mit und ohne Waffen, die in das Trainingsprogramm der Polizisten aufgenommen wurden.<br.>Doch der Zweite Weltkrieg verhinderte zunächst die Fortsetzung dieser Systeme. Danach erhielten die japanischen Polizeikräfte eine Sondererlaubnis, ein Selbstverteidigungssystem zu verwenden, obwohl die Kampfkünste allgemein verboten waren.<br.>Ein neues Kommitee wurde 1947 ins Leben gerufen, das von dem Kendō-Experten Saimura Goro geleitet wurde. Weitere Mitglieder waren Shimizu Takagi (jōjutsu), Ōtsuka Hironori (wadō ryū), Nagaoka Shuichi (jūdō) und Horiguchi Tsuneo (Pistolenschießen). Diese Komission suchte aus dem klassischen kenjutsu, jūjutsu und jōjutsu geeignete Techniken heraus und verband sie zu einem Selbstverteidigungssystem. 1947 entstand aus dieser Kombination das taihōjutsu. Dieses wurde 1949, 1951, 1955, 1962 und 1968 weiter überarbeitet. Die Polizisten übten taihōjutsu in zwei Arten: tosho (ohne Waffen) und keibō (mit einem Stock).

Studien Informationen

Siehe auch: Kobujutsu (Japan) |

Literatur

Weblinks