Xiān

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Xiān (chin: 仙) bezeichnet einen „daoistischen Unsterblichen“ (in der Wade Giles Umschrift - hsien) der ein menschliches Ideal des Daoismus (dàojiào) darstellt. Durch die Verschmelzung von im dāntián (丹田) wird ein „heiliger Embryo“ (shèngtāi - 聖胎) geboren, der nach daoistischer Vorstellung ewig weiterlebt.

Unsterbliche sind sowohl Männer als auch Frauen, die zu Lebzeiten übernatürliche Kräfte und magische Fähigkeiten erlangt haben und nach dem Tod vergöttlicht wurden. Es gibt verschiedene Formen der xian: himmlische, irdische und vom Leichnam gelöste. Sie werden auch manchmal als Heilige bezeichnet. Der chinesischen Mythologie zufolge wanderten sie durch die Lande und lebten sowohl im westlichen Kunlun-Gebirge (Kūnlún shān - 崑崙山), dem Aufenthaltsort der „Königinmutter des Westens“ (Xīwángmǔ - 西王母) und dem Ort der Unsterblichkeit, als auch auf den „Inseln der Seligkeit“ (auch: „Inseln der Unsterblichen“), wo das sogenannte „Kraut der Unsterblichkeit“ (pénglái) wächst.

Die xiān sind ein beliebtes Thema in den chinesischen Legenden und wurden in der Mythologie zahlreich dargestellt. Am bekanntesten sind die sogenannten „Acht Unsterblichen“ (bāxiān - 八仙): Lǚ Dòngbīn, Lǐ Tiěguǎi, Zhōnglí Quán, Hán Xiāngzǐ, Cáo guó jiù, Zhāng Guǒ Lǎo, Lán Cǎihé, He Hé Xiāngū. Sie werden zumeist als Gruppe abgebildet, die in einem Boot das Meer überqueren.

Studien Informationen

Siehe auch: Chinesischer Daoismus | Bāxiān | Pénglái |

Literatur

  • Wolfram Eberhard: Lexikon Chinesischer Symbole. Die Bildsprache der Chinesen. Heinrich Hugendubel, München 2004, ISBN 3-89631-428-9, S. 287-288.
  • Josef Guter: Lexikon der Götter und Symbole der Alten Chinesen. Marix, Wiesbaden 2004, ISBN 3-937715-04-5, S. 323.
  • Werner Lind: Lexikon der Kampfkünste. BSK-Studien 2009.

Weblinks