Sōke

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Artikel von: Werner Lind

Sōke (jap.: 宗家) bedeutet Haupt- oder Stammfamilie; honke - Stammhaus, Urheber, Begründer. Bezeichnung für die führende Familie und ihr Oberhaupt innerhalb eines japanischen Klans (uji).

Erläuterung

Das kanji ke (家) bezeichnet eine Familie, eine Sippe oder einen Klan. Die Führungsposition der traditionellen Überlieferungen (dentō) war immer dem männlichen Familienoberhaupt vorbehalten, der sie seinem ältesten Sohn vererbte. Falls notwendig konnte ein Nachfolger adoptiert werden. Wurde innerhalb des Klans ein Stil ryū praktiziert, zeichnete das Familienoberhaupt auch dafür verantwortlich. Demzufolge steht das Wort sōke heute noch in manchen Kampfsystemen für den blutverwandten Haupterben einer Stiltradition.<br.>Dabei ist es nicht von erstrangiger Bedeutung, ob er diese selbst praktiziert. Er lenkt die Geschicke eines ryū und bestimmt - falls er selbst nicht (mehr) unterrichtet - einen Nachfolger und / oder einen Hauptlehrer (shihan).<br.>Heute wird das Wort daher häufig mit dem Begründer einer Stiltradition verwechselt, der in Japan jedoch mit den Begriffen ryūso („Urahn der Tradition“), shodai („erste Generation“) oder shosei („neu geboren“) bezeichnet wird.

Studien Informationen

Siehe auch: Sensei | Shihan |

Literatur

  • Werner Lind: Lexikon der Kampfkünste. BSK-Studien 2010.

Weblinks

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