Bokuseki

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Artikel von: Werner Lind

Bokuseki 墨跡 (jap): Tuschespur (boku), im zen praktizierte Kunst der Kalligraphie (shodō). Sie wird als eine der sieben traditionellen Künste Japans betrachtet, weil sie eine absolute Konzentration und Präzision, verbunden mit großer Schnelligkeit, voraussetzt.

In allen Ländern, in denen man diese Tradition kennt (Japan, China, Korea und Vietnam), üben sich auch die Anhänger des budō in ihr, um gleichzeitig den Geist, den Fluss des ''ki'' und die Beherrschung der Muskeln zu stabilisieren. Ein Experte in den Kampfkünsten muss gleichermaßen ein Meister der Dichtkunst und der Kalligraphie sein. Im buke shohatto steht: „Die literarischen Künste (bun), die Waffenkünste (buki), das Bogenschießen (kyūjutsu) und das Reiten (bajutsu) müssen die Hauptbeschäftigung des Kriegers sein.“ Erläuterungen siehe fūryū.

Meist ist der Inhalt eines bokuseki ein Dharma-Wort der alten Zen-Meister oder Patriarchen. Es wird jedoch nie gefertigt, um ein Kunstwerk zu sein, sondern bringt die lebendige Zen-Erfahrung des Meisters zum Ausdruck. Oft besteht es nur aus einem einzigen Schriftzug. Die Zen-Meister fertigten ein bokuseki an, wenn sie einem Besucher ein Geschenk machen oder Schüler inspirieren wollten. Durch ein bokuseki überlieferte der Meister nie einen philosophischen Inhalt, sondern teilte dem Gegenüber seinen „Herz Geist“ (ishin denshin) mit. Die Handlung selbst ist die Lehre, nicht das Werk.

Studien Informationen

Siehe auch: Bunbu | Fūryū | Sabi | Wabi | Yūgen |

Literatur

  • Werner Lind: Lexikon der Kampfkünste. BSK-Studien 2010.


Weblinks