Shōrin ryū

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Artikel von: Werner Lind<br.>Nachbearbeitet von: Stephanie Kaiser

Shōrin ryū (jap.: 小林流 oder 少林流) bezeichnet die „Schule des kleinen Waldes“ aus dem okinawanischen Konzept des okinawate. Der Begriff shōrin bedeutet in der Übersetzung „Kleiner Wald“ und ist die okinawanische Aussprache für shǎolín. Damit fasste man die okinawanischen Stile aus Shuri und Tomari zusammen.

Shuri te (suidi) - die Hand aus Shuri

Shuri war die Hauptstadt in der der König und die Mitglieder des Adels (shizoku) lebten, wodurch die Systeme aus Shuri (shurite) lange Zeit als das Zentrum der okinawanischen Kampfkünste galten. Der erste Name, der genannt wird, ist der von Sakugawa Kanga aus Shuri. Ihm folgten in der Reihenfolge Matsumura Sōkon, Azatō Yasutsune und Itosu Yasutsune.

Meister des shuri te
Matsumura Sōkon (1792 - 1896)
Azatō Yasutsune (1827 - 1906)
Itosu Yasutsune (1830 - 1916)

Tomari te (tuimadi) - die Hand aus Tomari

Tomari war ein Fischerdorf in unmittelbarer Nähe zu Shuri. Die Bezeichnung tomari te wird für die okinawanischen Kampfkonzepte gebraucht, die in den Schulen aus Tomari und Umgebung unterrichtet wurde. Sie hatten keine aristokratische Beeinflussung. Chinesen die in Tomari landeten, waren oft Schiffbrüchige oder Seeleute. Hauptsächlich für die Entwicklung des tomari te waren Oyadomari Kōkan, Matsumora Kōsaku und Kyan Chōtoku.

Meister des tomari te
Oyadomari Kōkan (1831-1905)
Matsumora Kōsaku (1829-1898)
Kyan Chōtoku (1870 - 1945)

Studien Informationen

Siehe auch: Okinawate | Okinawanische Kampfsysteme | Shurite | Tomarite |

Literatur

  • George H. Kerr: Okinawa - The History of an Island People. Tuttle, 2000.
  • Werner Lind: Lexikon der Kampfkünste. BSK-Studie, 2009.
  • Werner Lind: Okinawa Karate. Sportverlag Berlin, 1998.
  • Werner Lind: Karate Kumite. BSK-Verlag, 2014.
  • Hokama Tetsuhiro: Timeline of Karate history. 2007.

Weblinks