Bái Yù Fēng

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Artikel aus: Lexikon der Kampfkünste<br.>Nachbearbeitet von: Werner Lind / Stephanie Kaiser

Bái Yù Fēng (白玉峰) war ein chinesischer Kampfkunstexperte des shǎolín quánfǎ, der während der Song-Dynastie (960-1278) zusammen mit Jué Yuǎn und Lǐ Cheng die Shǎolín-Tierstile (wǔqínxì) gründete.

Bái Yù Fēng kam zusammen mit seinem Sohn auf die Einladung des Mönches Jué Yuǎn ins Shǎolín-Kloster und arbeitete zehn Jahre lang an der Neugründung des shǎolínischen Kampfsystems. Auf seine Initiative wurden die shíbā luóhànshŏu (Kampfübungen aus dem indischen vajramushti, die Bodhidharma im Shǎolín-Kloster einführte) mit ausgedehnten Bereichen des qínná (Greifen) und den Tierstilen bereichert. Während Lǐ Cheng den Tempel verließ, blieben Bái Yù Fēng und sein Sohn im Kloster und wurden Mönche. Bái Yù Fēng nahm den Namen Qiu Yue Chan Shi an und wurde ein berühmter Kämpfer. Über seinen neugegründeten Stil schrieb er eine Abhandlung, wǔquán jīngyào (五拳精要 - „Essenz der fünf Fäuste“), in der er die Übung und Anwendung der fünf Tiere, Drache (龍 - lóng), Tiger (虍 - ), Kranich (鶴 - ), Schlange (蛇 - shé) und Leopard (豹 - bào) beschreibt. Auch ist in diesem Buch aufgezeichnet, dass im Jahre 1312 der Mönch Dà Zhì, aus Japan in das Kloster kam und 13 Jahre lang Kampftechniken und Stocktechniken lernte. 1335 kam ein weiterer japanischer Mönch, Shao Yuan, und lernte Kalligraphie, Malen, chán (zen), und Kampfkunst. 1347 kehrte er nach Japan zurück und löste dort einen wahren Shǎolín-Boom aus, der über 700 Jahre lang anhielt.

Studien Informationen

Siehe auch: Karate-Kata | Wǔqínquán

Literatur

  • Werner Lind: Lexikon der Kampfkünste. BSK-Studien 2010.


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