Sūpārinpei

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Artikel aus: Lexikon der Kampfkünste<br.>Nachbearbeitet von: Werner Lind

Die Bezeichnung sūpârinpei bedeutet „hundertacht“ (108) und steht symbolisch für die im Buddhismus konzipierten 108 bösen Leidenschaften (bonnō) des Menschen. Am letzten Tag des Jahres um Mitternacht wird nach alter Tradition in den buddhistischen Tempeln 108 mal eine Glocke geschlagen, um die bösen Geister von den Menschen fernzuhalten. Die Zahl 108 (sūpârinpei) errechnet sich aus drei mal 36 und ergibt sanseirū (sanseirū, mit chinesischen Schriftzeichen geschrieben, bedeutet 36). Die Drei, mit der die 36 multipliziert wird, steht für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

  • Sanseirū (36) errechnet sich aus der Multiplikation sechs (6) mal sechs (6). Die erste Sechs (6) repräsentiert Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper und Geist. Die zweite Sechs (6) symbolisiert Farbe, Stimme, Geschmack, Geruch, Berührung und Gerechtigkeit.
  • Seipai (18) steht symbolisch für die Zahl 18 und errechnet sich aus sechs (6) mal drei (3). Die Sechs (6) steht hier für Farbe, Stimme, Geschmack, Geruch, Berührung und Gerechtigkeit, und die Drei (3) repräsentiert gut, böse und Frieden.


Pechurin (peichurin) 百歩連 (jap): s. peichurin und sūpârinpei.


Studien Informationen

Siehe auch: Karate | Karate-Kata | Kata bunkai | Studium der Karate-Kata | Geschichte der Karate-Kata | Übung der Karate-Kata | Kata-Liste (Karate) |

Literatur

  • Werner Lind: Lexikon der Kampfkünste. BSK-Studien 2010.
  • Morio Higaonna: Okinawa Goju ryū. Minamoto Research, 1985.


Weblinks

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