Yumi

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Artikel aus: Lexikon der Kampfkünste
Nachbearbeitet von: Julia Sigges | Holger Göldner

Der Begriff yumi oder kyū (弓) bezeichnet einen japanischen Bogen, der zum Abschießen von Pfeilen (ya) verwendet wird. Daraus zusammengesetzte Begriffe sind yumiya (Pfeil und Bogen), yumigata (Kriegsbogen), yumishi (Bogenmacher), yumizuru (Bogensehne), yuminari (Bogenform), yumi no meijin (meisterlicher Bogenschütze), u.a. Der japanische Bogen wurde im frühen (bujutsu) als Kriegsgerät in der japanischen Kriegskunst (kyūjutsu) verwendet, veränderte sich aber unter den Übungsaspekten des budō zu einer Methode der japanischen Kampfkunst (kyūdō), in der die Selbstperfektion in einer Wegübung () angestrebt wird.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Hauptartikel: Reflexbogen

Den Kriegsbogen (yumi) gab es in Japan seit altersher. Er war in der altertümlichen und mittelalterlichen Kriegsführung die wichtigste Waffe, auch wenn das Schwert (ken und tsurugi) ein persönliches Statussymbol der höheren Krieger (bushi) darstellte. Aber Kriege wurden weltweit nicht mit dem Schwert, sondern mit dem Bogen gewonnen.

Bogen im japanischen Altertum

Seit altersher ist der Bogen (yumi) die wichtigste Waffe eines samurai. Der Begriff kyūba no michi ist die älteste Bezeichnung für den Weg eines japanischen Kriegers, aus der sich später die gesamte Ideologie des bushidō entwickelte.

Im Altertum und bis zum heian jidai bestanden die japanischen Bögen aus unbearbeiteten Baumästen. Da ihre Zugkraft nicht sehr groß war, waren sie erstmals übermäßig lang (ca. 2,5 m). Später wurden sie aus verschienenartig verleimtem Schichtholz gefertigt und zuletzt mit einer unterschiedlichen Anzahl von Umwicklungen (28 bis 36 Windungen) des Bogenkörpers mit Schilfrohrfaser ausgeführt. Durch die neue Technologie konnte die Funktionsweise eines Bogens beliebig bestimmt werden.

Bogen im Sengoku jidai

Im sengoku jidai änderte sich die Kriegsführung und die Rolle der Bogenschützen verlagerte sich immer mehr zu den Fußsoldaten (ashigaru). Fußsoldaten brauchten kürzere Bögen und durch das Verleimen mehrerer Holz- und Bambusschichten wurden ca. 2 m lange wirkungsvolle Bögen geschaffen. Mit ihnen konnte man Pfeile auf 130 m mit relativer Sicherheit in ein Ziel verschießen.

Diese Bögen bestanden aus verschiedenen Holz- oder Bambuslagen (nakago und sobagi), sind ungefähr 2,20 m lang, asymmetrisch und haben ihre Spannkraft im unteren Bogendrittel. Im Unterschied zum mongolischen Bogen, der symmetrisch und doppelt gekurvt ist, ist die Spannkraft des japanischen Bogens nicht sehr groß. Dies wird jedoch durch eine sehr starke Ausdehnung ausgeglichen, durch die man sehr lange Pfeile (ya) verwenden kann.

Die ninja verwendeten manchmal eine Art des mongolischen Bogens, mit großer Spannkraft, etwa 0,7 m lang.

Herstellung und Konstruktion

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Bogen-Formen

weg

YUMI - Formen des Bogens

Studien Informationen

Siehe auch: Kyūdō | Kyūjutsu

Literatur

  • Sasama Yoshiko - Nihon Budō Jjiten, Tōkyō 2003.

Weblinks